NÖ Landesmuseum – positive Überraschungen
March 26th, 2007 |Wer eine Zoologin zur besseren Hälfte hat macht lustige Dinge in seiner Freizeit. Spinnenausstellungen besuchen, zum Beispiel. Bis irgendwann 2008 ist im Landesmuseum St. Pölten eine Sonderausstellung über Spinnen zu sehen und da besagte bessere Hälfte mit besagten Spinnen div. nicht-besagte Forschungsdinge getan hat war relativ bald klar, dass wir uns wiederum-besagte Ausstellung zu Gemüte führen würden. Gestern war es dann soweit, und so sind wir des Nachmittags aufgebrochen und so gegen 15.00 Uhr ins Museum eingefallen.
Keine Fotos ist das Museumsmotto, scheint inzwischen aber überholt – der Ordnungsmensch schlenderte zu einer munter lichtbildenden Dame und meinte lediglich (und freundlich): Bitte ohne Blitz!
. Somit ist unser kleiner Ausflug fotografisch bestens dokumentiert.
Lucky us
1. Pluspunkt: Anstatt wie angeschrieben € 8,- erwischten wir einen Sondertarif-Tag und die Karten kosteten uns heiße € 2,- pro Kopf. Dann ab in die Ausstellung. Ein erster Anflug von Enttäuschung macht sich bemerkbar, als wir realisieren, dass sich die Spinnenausstellung auf drei Räume beschränkt – dieser Anflug allerdings verflüchtigt sich sehr schnell wieder, da diese drei Räume nicht nur sensationell aufbereitet sind, sondern auch komprimiertes, auf den Punkt gebrachtes Fachwissen transportieren, dass sich sogar Julia als Zoologie-Fachfrau beeindruckt zeigt. Das war übrigens Pluspunkt 2. Den nächsten Pluspunkt streicht das Museum durch seine Un-Museumkeit ein, denn hier gibt’s haufenweise lebendige Ausstellungsstücke. Verschiedestes Gespinst kreucht in ganz gut einsehbaren Glaskästchen herum und erfreut des Zusehers sicher vom Greuel abgeschottenes Auge.
Nachdem wir uns durch den Spinnenteil gearbeitet hatten beschlossen wir, der Dauerausstellung noch die Ehre zu erweisen. Und diese Dauerausstellung kann sich allemal sehen lassen. Das Gebäude an sich ist sensationell spannend gebaut, allein schon vom Herumgehen und die Architektur beäugen ist man gut unterhalten. Die Ausstellungsstücke sind sehr modern und ansprechend eingebracht, nicht abgeschotten an den Wänden – man läuft zwischen dem ganzen Zeug herum, kann alles von allen Seiten anschauen und wird immer wieder von netten Details und kompakten, brauchbaren Informationen bei Laune gehalten.
Fazit: Wer mit einem freien Tag nichts anzufangen weiß ist bestens mit einem Besuch dieses Juwels beraten! Das Parkhaus, noch ein Pluspunkt, hat nicht nur einen Ausgang direkt vor die Museumstür, es ist am Wochenende auch noch gratis (zumindest haben wir nix zahlen müssen).
