Sittin’ at the doc on the chair

April 18th, 2007 |

Wie bereits berichtet durchlaufe ich grade eine langwierige Untersuchungszeremonie, deren Verlauf mich ernsthaft überlegen lässt, ob ich mich nicht vielleicht einer privaten Krankenversicherung und damit verbunden einer etwas flotteren medizinischen Versorgung anvertrauen sollte. Das erste Mal war ich ja schon letzten Dienstag beim Arzt, rechnerisch praktischer Weise findet die Befundbesprechung meiner Blutabnahme kommenden Dienstag statt – also zwei Wochen nachdem ich leichenblass (ok, des mag vielleicht übertrieben sein, aber dem Gesichtsausdruck meiner Ärztin zur Folge höchstens geringfügig!) zum Arzt marschiert bin, der dann erhöhten Blutdruck festgestellt hat. Da kommt man doch a bissal ins Nachdenken.

Der heutige Tag nahm die Station “Blutabnahme” ein. Und da ich vor einigen Jahren schon eindrucksvoll und zum Staunen einer ganzen Ambulanzabteilung bewiesen hab’, dass ich zwar mit einem kollabierten Lungenflügel noch Motorradfahrstunden absolvieren und mitsamt der Röntgenaufnahmen frisch und munter im Krankenhaus einmarschieren kann, dafür aber beim Setzen einer Infusionsnadel kurzfristig dem Reich der Ohnmacht anheimfalle, ist so eine Anzapf-Sache immer mit einem gewissen risikobehafteten Reiz verbunden. Ich erinnere mich immer wieder gerne an die Musterung, wo ich auch fast dahin war, mir aber die Peinlichkeit ersparen konnte. Man stelle sich vor, zu welch allgemeinem Gelächter und höhnischen Spott es führt, würde man bei der Untersuchung zur Tauglichkeitsfeststellung nebst lauter Gleichaltrigen von einer Blutabnahme umkippen – Ein Horrorszenario für einen 17-jährigen.

In weiser Voraussicht erwähnte ich meine Nadel-Schwäche und wurde somit auf der Liege ge-blutabnehmt (eine ganze Reihe Pensionisten nahmen das lockerer als ich. Eine dieser Frauen konnte grade noch gehen, aber die Blutabnahme hat sie weggesteckt wie Henry Maske sie weggesteckt hätte). Kurzum: Ich hab’s ohne umzukippen überstanden, aber mir war nicht sonderlich wohl.

Soviel zum Start dieses Tages und meiner gesundheitlichen Situation. Der Rest verlangt in Wichtigkeit und Aussage einfach nach einem eigenen Beitrag, soviel ist sicher.