Mobiles Internet am Mac ohne lästige Anbieter-Verbindungsmanager

August 18th, 2010 |

Ich bin seit kurzem stolzer und äußerst zufriedener Benutzer von bob Breitband. Erste Erfahrungen mit mobilem Breitband hab’ ich mit 3 gesammelt – deren Client ist ein sehr ansehnliches Programm, das sich brav im Hintergrund hält und nicht weiter lästig ist. Bei bob ist das anders. Das mitgelieferte Einwahlprogramm ist ein hässliches Entlein mit gravierenden Verhaltensstörungen:

Will ich den Rechner runterfahren oder mich abmelden schaltet sich das Programm modal in den Vordergrund mit dem sinnvollen Dialog: “Verbindung trennen?”. Ja bitte! Es trennt die Verbindung. Ich fahre wieder runter. Und schon isses wieder da: “Soll Mobile Partner beendet werden?” Ja bitte!

Damit nicht genug – man kann beide Optionen nicht übergehen. Auch wenn man das Programm direkt über das eigene Menü beendet kommt dieser schöne Dialog für all diejenigen, die ahnungslos die Menüoption “Programm schließen” anklicken und gespannt warten, welch Verhalten das Programm dem User da wohl feil bieten könnte.

Den Vogel abschießen allerdings tut die CPU-Belastung. Bei einem zufälligen Blick auf die Aktivitätsanzeige offenbart sich meinen vor Ungläubigkeit tränenden Augen, dass der Mobile Partner zwischen zehn und 20 Prozent meiner wunderfeinen Rechenleistung für sich beansprucht.

Direkt einwählen: So einfach gehts

Langer Rede kurzer Sinn: Auf der Suche nach einem alternative Einwahlprogramm stieß ich auf einen Hinweis, der so simpel ist, dass es meinem stolzen kleinen Großhirn fast ein bisserl weh tut, dass ich da nicht selber draufgekommen bin. Einfach die PIN-Abfrage der Sim-Karte deaktivieren (einfach ins Handy einlegen und dort über die Sicherheitsoptionen abschalten) und dann direkt über das in OS X installierte Modem verbinden.

Diese ganzen Einwahlprogramme tun nämlich nix Anderes als ein Modem im System zu installieren und dieses Modem dann zu be-wählen. Bei manchen Anbietern muss man die Netzwerkverbindung angeblich noch nachjustieren, weil deren Clients ein paar der notwendigen Einstellungen übernehmen, im Großen und Ganzen ist das aber keine Hexerei.

Noch dazu kann man dann über so wunderfeine Systemfunktionen wie “Verbindung automatisch herstellen” und all diese Dinge verfügen. Und CPU-Ressourcen verbraucht man so auch keine. Ach ja: Beim Herunterfahren wird die Verbindung völlig Dialog-frei und sauber getrennt. Ist das nicht wunderfein?